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Pressemitteilung/ Mitteilung des Veterinäramtes Traunstein

am 16.02.2017

 

Staupe-Virus bei Füchsen im südlichen Landkreis festgestellt

 

Veterinäramt rät dringend zur Impfung von Hunden

Im Januar wurden dem Veterinäramt Traunstein zwei verhaltensauffällige Füchse aus den Gemeinden Übersee und Unterwössen gemeldet. In beiden Fällen hatten die Tiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren. Um Tollwut ausschließen zu können, wurden die zwei Füchse zur Untersuchung in das Tierseuchenlabor des Bayerischen Landesamtes  für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebracht.

Tollwut wurde bei beiden Füchsen nicht nachgewiesen. Somit ist der gesamte Landkreis Traunstein weiterhin tollwutfrei. Als Ursache für die Verhaltensauffälligkeit der Füchse wurde die Viruserkrankung Staupe ermittelt. Bei der Staupe handelt es sich um eine für den Menschen völlig ungefährliche, für Hunde aber sehr gefährliche Viruserkrankung. Unter Wildtieren erkranken überwiegend Füchse, Dachse, Marder, Iltis und Wiesel. Auch für verschiedene Massensterben von Seehunden in der Nordsee war das Staupevirus verantwortlich. Im Jahr 1988 starben fast 60 % der Seehunde im Wattenmeerbereich, 2002 wurde etwa die Hälfte der Tiere tot aufgefunden.

Gegen Staupe geimpfte Hunde sind geschützt, ungeimpfte Hunde können dagegen durch Wildtiere angesteckt werden. Die Übertragung der Staupe erfolgt teils durch Direktkontakt mit erkrankten Tieren oder indirekt über Futter und Gegenstände, die mit Ausscheidungen erkrankter Tiere verunreinigt sind. Die Erkrankung kann unter zentralnervösen Erscheinungen zum Verenden der Tiere führen.

Behandlungsmaßnahmen bei frei lebenden Wildtieren sind nicht durchführbar. Bei Hunden rät das Veterinäramt Traunstein dringend, den Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls fehlende Impfungen umgehend durch den Tierarzt ergänzen zu lassen.

 

 

 

 

 

Neuer Impfstoff gegen Leptospirose

Endlich ist es soweit! Der neue Impfstoff gegen Leptospirose für Hunde ist auf dem Markt!
Während der bisherige Impfstoff nur zwei Arten der gefährlichen Leptospiren abdeckte, schützt der L4 Impfstoff gegen zwei weitere. So unter anderem gegen den am häufigsten vorkommenden Leptospira kischneri Serovar grippotyphosa.
Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit bei Hunden,die auch eine zunehmende Gefahr für den Menschen darstellt. Meist erfolgt die Ansteckung über das Trinken von Wasser, welches mit Urin von Ratten, Mäusen oder anderer infizierter Hunde verunreinigt ist. Die Erkrankung geht mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, Erbrechen und Durchfall einher und ruft oft Schäden an Nieren und Leber hervor. Schlimmstenfalls kommt es zum Organversagen.

Diese Erkrankung kann tödlich verlaufen!

Empfohlen wird, nach einer Grundimmunisierung von zwei Injektionen im Abstand von vier Wochen, eine jährliche Wiederholungsimpfung!

Achtung- es wird wärmer und die Floh-und Zeckenzeit beginnt...                          

Sorgen Sie rechtzeitig für einen individuellen Floh- und Zeckenschutz Ihres Tieres!!!                                         

Da Flöhe und Zecken nicht nur lästige Parasiten sind, sondern auch viele verschiedene Krankheiten übertragen können, ist es wichtig, mit einer guten Prophylaxe vorzubeugen. Es stehen unterschiedliche, gut verträgliche und wirksame Präparate in Form von Spot on oder Tabletten zur Verfügung.

Wir als Ihre Tierarztpraxis sind für Sie der kompetente Ansprechpartner in Sachen Parasitenprophylaxe und Verordnung von Medikamenten zur Bekämpfung von Parasiten.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!