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Schutzimpfung beim Kaninchen

Um Kaninchen einen sicheren Rundumschutz bieten zu können, sollten sie regelmäßig gegen die Viruserkrankungen Myxomatose und RHD geimpft werden.
Vor allem bei Kaninchen die draußen gehalten werden, besteht ein hohes Infektionsrisiko durch blutsaugende Insekten (z.B. Mücken). Gerade die Mückenpopulation hat in den vergangenen Jahren witterungsbedingt (z.B. Hochwasser, milde Winter) stark zugenommen.

Blutsaugende Insekten übertragen den Myxomatose-Virus von infizierten Wildkaninchen auf unsere Heimkaninchen.
Die Myxomatose verläuft seuchenartig und rodet größere Bestände, durch direkten Kontakt der Tiere, binnen weniger Tage. 
Eine Behandlung dieser Erkrankung ist nicht möglich.
Die Krankheit verläuft tödlich.
Neben einer Insektenabwehr, beispielsweise durch Gazeabdeckungen, ist die Schutzimpfung die einzige verlässliche Prophylaxe.

Die RHD oder Chinaseuche verläuft ebenso seuchenartig. Hauptsächlich wird sie durch den direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen, ebenso über verseuchtes Grünfutter. Sie verläuft so akut und in nur wenigen Stunden, dass die betroffenen Tiere meist ohne vorherige Symptome einfach tot aufgefunden werden.

Einzig die jährliche Impfung bietet Ihrem "Langohr" einen sicheren Schutz und damit eine unbeschwerte warme Jahreszeit.

Kastration beim männlichen Kaninchen

Zwergkaninchen werden mit ca. 3 Monaten, größere Kaninchen ab ca. 4-5 Monaten geschlechtsreif. Deshalb sollten die Tiere mit ca. 10-12 Wochen nach Geschlechtern getrennt werden, um ungewollte Trächtigkeiten zu verhindern.

Eine Frühkastration kann beim männlichen Kaninchen mit ca. 10 Wochen durchgeführt werden. Der Kleine kann dann sofort wieder zu Mutter und Geschwistern zurück. Haben Sie ein Kaninchen- Pärchen, müssen sie die Tiere nach der Frühkastration nicht trennen.

Bei einer Kastration zu einem späteren Zeitpunkt müssen die männlichen Tiere ca. 6 Wochen getrennt von den Weibchen gehalten werden, da die Kastraten noch so lange zeugungsfähig sind.

Stellen Sie Ihre Jungtiere rechtzeitig in der Tierarztpraxis vor, um eine sichere Geschlechtsbestimmung zu gewährleisten.